Melissa Isabell Jäger

Filmemachen ist ein Gemeinschaftsakt. Schreiben auch.

Klar, gibt es das Bild der Autorin, die allein im Kämmerlein sitzt, aber so entstehen die meisten Geschichten nicht. Ich habe eine Idee, ich schreibe sie auf, aber dann geh ich damit in die Welt. Das Feedback, was in mir resoniert, formt die Idee aus, schraffiert und malt neue Farben. Durch Austausch, ob mit der Produzentin, der Kollegin im Writers Room, selbst der Nachbarin, reichere ich meine Ideen zu komplexen und diversen Stoffen an, die multidimensionale Figuren erzählen.

Das macht mir Spaß, denn diese Geschichten brauchen wir, um ein viel zu oft unterschätztes Publikum in seiner komplexen Lebensrealität abzubilden und mit unseren Geschichten zu unterhalten.

Ist es arrogant zu hoffen, dass ich mit meinen Geschichten, die Welt von Morgen mitgestalten, zumindest beeinflussen kann? Ich will aber! Ich will diverse und queere und trotzdem normale Figuren. Ich will RomComs und Dramedys, ich will lustige Thriller und Krimis. Generell sehne ich mich nach Tiefgründigkeit gepaart mit Leichtigkeit. Ich will Geschichten erzählen, die zum Popcornkauf einladen und dennoch das Thema der Diskussion sind und nicht beim Verlassen des Kinosaals (oder Sofas) in Vergessenheit geraten.

Ich bin ein Kind aus dem Pott, habe lange in Berlin gelebt, in Kanada studiert, bin mit dem Rucksack durch Australien und war froh, als ich den Rucksack durch einen Rollkoffer ersetzt habe. Ein Großteil meiner Familie lebt in Miami, meine beste Freundin in Tokio. Vielleicht will ich deswegen Geschichten erzählen, die auf der ganzen Welt funktionieren. Nicht, weil sie international angelegt sind, sondern weil sie emotional packend sind, Brücken schlagen und ein neues Normal etablieren. Ich pendle zwischen utopischem Erzählen und problembehaftetem Drama. Gern politisch relevant, immer hoffnungsvoll ziele ich darauf ab einen positiven Effekt für die Zukunft zu erschreiben.

Knapper Werdegang: *1988 | 2008-2011 Bachelor of Arts der Medienwissenschaft an der Universität Siegen und der Vancouver Island University, Kanada | 2011-2013 Master der Vergl. Literatur und Kunstwissenschaft an der Universität Potsdam | 2013-2020 Diplom in Produktion und Drehbuch an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin

Melissa Isabell Jäger lebt in Duisburg.
Zu Ihren Lieblingsfilmen gehören: 20th Century Women | Höhere Gewalt | How to be Single | Disobedience | Gegen die Wand 

Zu Ihren Lieblingsserien gehören: Please Like Me | Killing Eve | Breaking Bad | Girls | The Marvelours Mrs Maisel  

Filmographie


2021
WIR Staffel 1
Drama-Serie | 12 x 20 Min. | ZDF 
Autorinnen im Writers Room: Melissa Isabell Jäger, Mo Jäger, Silvia Overath, Sandra Stöckmann (Head-Autorin)
Regie: n.n.
Produktion: Studio Zentral Filmproduktion

JANNEKIND (AT)
Liebesfilm | 90 Min. 
Buch und Regie: Melissa Isabel Jäger, Mo Jäger
Produktion: Berghaus Wöbke Filmproduktion, First Steps Masterclass, Drehbuchklausur Kitzbühel, Stoff.LAB Filmwerkstatt München

STILLE POST
Politisches Drama | 90 Min. 
Producer / dramaturgische Beratung: Melissa Isabel Jäger
Produktion: Chromosom Film, dffb, ZDF Kleines Fernsehspiel

2020
Q – SPUKHAFTE FERNWIRKUNG
Science Fiction Kurzfilm | 20 Min.  
Producerin: Melissa Isabell Jäger
Regie: Marcus Hanisch
Produktion: dffb

Festivals: 14. Fünf Seen Festival, Visionär Film Festival Berlin, 2. New York Cinematography AWARDS NYCA (USA). Gewonnen@ 30 Festivals, darunter: 5. Feel The Reel International Film Festival (UK) und 3. PressPlay Film Festival (USA)

2016 
ARLETTE – COURAGE IS A MUSCLE
Dokumentarfilm | 84 Min.  
Producerin, Dramaturgin: Melissa Isabell Jäger
Regie: Florian Hoffmann
Produktion: dffb, 3Sat

Festivals: Eröffnungsfilm der Duisburger Filmwoche, Kinofest Lünen (Youth Jury Award), Achtung Berlin Festival, Dokumentarfilmwoche Hamburg, Nominierung: Helene-Schwarz-Preis

2014
ARTISCHOCKENHERZEN
Kurzfilm | 7 Min 
Buch und Regie: Melissa Isabell Jäger
Produktion: dffb